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Die Algarve - Revier im Südwesten Europas

28.06.2022

Wer zum Segeln nach Portugal reist findet ein Revier voller Geschichte und Mythen, Wind und Sonne. Im fünfzehnten Jahrhundert begann die goldene Zeit der Portugiesen, die einst zu den größten Seefahrernationen der Welt zählten. Damals machten sie sich auf zu fremden Ländern, Menschen und Kulturen. Zeugnisse dieser glorreichen Zeiten sind noch überall zu sehen und warten darauf, von Chartercrews besichtigt zu werden. Geblieben sind auch die Legenden, die sich um Heinrich den Seefahrer und seine Entdecker gebildet haben. 

Willkommen

© david_franklin / AdobeStock

Der Törn an der Algarve mit ihrer Buchtenwelt und mildem, sonnigen Klima bietet alles, was das Segeln in einem Gezeitenrevier ausmacht. Fischerdörfchen, einsame Ankerbuchten und die Stille unter Segeln machen den Algarvetörn aus, jedoch darf man nie den Tidenkalender aus den Augen verlieren. Selbst das beschei­denste Dörfchen erfreut den Besucher: blendend helle Häuser mit minarettartigen Kaminen, ein exotisch anmutender Marktplatz, überschattet von Jakarandabäumen. Die stolzen, aber bescheide­nen Algarvios tragen mit ihrer Freundlichkeit zum Charme dieser Sonnenküste bei. Wem der Sinn dann doch einmal nach Trubel und Geschäftigkeit steht, kann einen der Touristenorte anlaufen und nach Herzenslust shoppen, essen, trinken und das Nachtleben feiern. 

Die Küste zwischen Cabo de São Vicente und Gibraltar

Cap Sao Vicente

© Janina_PLD / AdobeStock

Die grüne Landschaft mit Mandel- und Orangenbäumen wird eingebettet in eine anfangs steile, nach Osten immer weiter abfallende felsige Küstenlinie, die immer wieder von weißen Sandstränden unterbrochen wird. Bei der kleinen Hafenstadt Vila Real de San António, am Fluss Guadiana, erreicht sie die Grenze nach Spanien. Anfang und Ende dieses Küstenabschnitts sind landschaftlich spektakulär. Im mittleren Teil warten Sand­strände mit dahinterliegenden Lagunen auf Charter-Segler. Diese Lagunen sind Rastplätze der Zugvögel. Außerdem liegen in diesem Gebiet das für ganz Europa wichtige Naturschutzgebiet von Donana, ein großer Fluss, der Gualdalquivir, und die bekannte Stadt Cádiz. Hinter dem Kap von São Vicente macht sich schon das Mittelmeer und Nordafrika bemerkbar. Von São Vicente bis zum Gualdalquivir ist der Grund Sand; ab Cádiz ist es oft lehmiger Schlick. Bei gutem, beständigem Wetter und wenn keine Dünung steht, kann man vor jedem Strand ankern.

Lagos, Praia Da Rocha, Portimão

Praia da Rocha

© Pablo / AdobeStock

Hier war das Ende der Welt - jedenfalls der bekann­ten Welt - für die portugiesischen Seefahrer, die wagemutig ins Unbekannte hinter dem Horizont segelten. Die Karavellen, die Heinrich der Seefahrer auf Entdeckungsfahrten ausschickte, liefen in Lagos vom Stapel. Heute ist Lagos eine Stadt mit breiten Boulevards und vielerlei Einkaufs- und Un­terhaltungsmöglichkeiten, doch noch so klein, dass Eselskarren den Verkehr zum Stillstand bringen können. Maurische Spuren finden Sie überall: geduckte weiße Häuser, Ziehbrunnen und Was­serräder, handbemalte Kacheln und nicht zuletzt die Gesichtszüge der Menschen. 

Fischfang ist der traditionelle Haupterwerbszweig der Algarve. Schon Heinrich der Seefahrer finanzierte seine Entdeckungsfahrten größtenteils mit den Abgaben der Fischereiwirtschaft. In den Häfen findet man Fischerboote jeglicher Bauart, von Zweimann-Nussschalen bis zu Hochseetrawlern. Millionen von Thunfisch- und Sardinenbüchsen in den Supermarktregalen kommen aus den Konser­venfabriken dieser Gegend. Dazu kommt natürlich der Tourismus, der vielen Menschen dieser Gegend als Broterwerb dient.

Leckereien der Algarve

Lecker zum Dessert - der Portwein

© neirfy / AdobeStock

Meeresfrüchte sind die Spezialität der algarvischen Küche. Ein kulinarischer Höhepunkt sind amêijoas na cata­plana, benannt nach dem Topf, in dem sie gekocht werden - einem Vorläufer des Dampfkochtopfs. Zutaten sind Muscheln, Wurst, Schinken, Zwiebeln, Knoblauch, Paprika und Weißwein.

Caldeirada de Peixe, eine Variante der Bouilla­baisse, ist ein reichhaltiger Fischeintopf. Schwert- und Thunfischsteaks schmecken lecker. Wie überall in Portugal, ist getrockneter und gesalzener Ka­beljau (bacalhau) sehr beliebt. 

Auf der Fleischkarte finden sich cabrito estufado (geschmortes Zicklein), coelho assa­do (Kaninchenbraten) und espatada mista (Fleischspieß).

Portugiesische Süßspeisen sind durch den maurischen Einfluss sehr zuckrig. Zum Beispiel Arroz doce (Milchreis) oder Pudim flam (Karamelpud­ding). Aus Blätterteig wird eine Art Puddingtörtchen namens Pasteis de Nata gezaubert, das über Macao inzwi­schen auch eine weitere Verbreitung in China findet. 

Auch für seinen Wein ist Portugal bekannt, schon seit der Römerzeit wird Portugal mit dem Gott des Weines und der Feste, Bacchus, assoziiert. Auch heute gehören einige von Portugals Weinen zu den besten der Welt. Bekannt sind vor allem der Vinho Verde und die edlen Rotweine. Der süße Vinho do Porto (Portwein) mit mindestens 16,5 % Alkoholgehalt ist eine Mischung aus rund einem viertel Alkohol aus Weintrauben und teilvergorenem Wein.

Revier-Informationen

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